VHS als Bildungsträger stärken

Stadt will Gesellschaftsanteile an der VHS übernehmen

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will die Volkshochschule enger an die Stadt Oldenburg binden. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die Stadt eine Übernahme von 75 Prozent der Gesellschaftsanteile an. „Damit bekommt die Stadt eine inhaltliche Gestaltungsmöglichkeit und die VHS die notwendige finanzielle Sicherheit“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am Montag, 14. Juni 2021, den Oberbürgermeister beauftragt, mit dem Volkshochschule Oldenburg e. V. Verhandlungen zu führen, mit dem Ziel, 75 Prozent der Gesellschaftsanteile der Volkshochschule Oldenburg gGmbH zu übernehmen. Auf dieser Basis werden die Gespräche fortgeführt. Nach Klärung der gesellschafts- und steuerrechtlichen Fragen ist geplant, dem Rat in der Sitzung am Montag, 27. September, einen Vorschlag zur Entscheidung vorzulegen.

Hintergrund

Bislang gewährt die Stadt der Volkshochschule neben Fördermitteln für Projekte einen Zuschuss aufgrund eines Zuwendungsvertrages. Dieser wurde zum 31. Dezember 2021 gekündigt mit dem Ziel, ihn neu zu verhandeln.

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der VHS gGmbH hat der VHS e. V. die Stadt Oldenburg gebeten, sich an der Gesellschaft VHS gGmbH zu beteiligen. Die Beteiligung müsste 75 Prozent und mehr Anteile betragen, damit auch Satzungsänderungen möglich werden. Die Risiken einer Beteiligung blieben im Vergleich zu den jetzigen Risiken, die mit dem verlorenen Zuschuss verbunden sind, nahezu unverändert.