Online-Foren des ReparaturRates

Klimaschutz durch eine Kultur der Reparatur

Produkte retten, Ressourcen schonen, Geld sparen: Der im November 2020 gegründete ReparaturRat Oldenburg initiiert und unterstützt Aktivitäten, die zu einer Verlängerung der Nutzungsdauer von Gegenständen beitragen und damit Ressourcen und das Klima schützen. Das ist nach Überzeugung der Initiative eine Aufgabe, die alle angeht. Der ReparaturRat Oldenburg sieht die Entwicklung und den Betrieb eines Ressourcenzentrums, in dem Gegenstände repariert und aufgearbeitet werden, als vorrangige Aufgabe an.

Er unterstützt darüber hinaus weitere Konzepte, die zu einer nachhaltigen und resilienten kommunalen Versorgung beitragen können, wie die Einrichtung weiterer Repair Cafés, den Aufbau eines Reparaturnetzwerkes und die Schaffung geeigneter Lernorte, um Reparaturkompetenzen und nachhaltige Lebensstile zu fördern. Die Stadt Oldenburg unterstützt den ReparaturRat.

Online-Foren zu Kreislaufwirtschaft, Obsoleszenz und Reparatur in der Bildung

Um dem Thema Reparatur zu einer größeren Öffentlichkeit zu verhelfen, fanden im April vier Online-Foren statt, zu denen der ReparaturRat Oldenburg und die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg alle Interessierten eingeladen hatte. Die Foren wurden aufgezeichnet und können hier abgerufen werden ».

Am 7. April 2021 stellten Dr. Katharina Dutz (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Niko Paech (Universität Siegen) den ReparaturRat und das in Entwicklung begriffene Ressourcenzentrum vor.

Das Potential einer Kreislaufwirtschaft präsentierte am 14. April 2021 Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des städtischen Abfallwirtschaftbetriebs, und Inge Münzebrock, Kaufhausleitung „MehrWert“.

Am 21. April 2021 nahmen sich Stefan Schridde, Autor des Buches „Murks? Nein Danke!“, und Franz Streibl, 2. Vorsitzender des Runden Tisches der Reparatur, des Themenfeldes „Recht auf Reparatur – Reparierbarkeit contra Obsoleszenz“ an.

Und am 28. April 2021 ging es um Reparatur in der Bildung. Dazu referierten Dr. Katharina Dutz aus dem Fachbereich Technische Bildung der Universität Oldenburg und Heike Schaadt, ehemalige didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück.

30 bis 60 Interessierte nahmen teil und haben interessante Beiträge zu den Themen eingebracht. Ebenso waren die städtische Wirtschaftsförderung, Vertreterinnen von Fridays for Future und die Kreishandwerkerschaft als Gesprächspartner dabei.

Weitere Informationen

Der ReparaturRat Oldenburg wird von der Stadt Oldenburg für zunächst zwei Jahre gefördert; für 2021 und 2022 sind jeweils 45.000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt. Zudem sind Aktivitäten des ReparaturRates in das Projekt Klimare:pair eingebunden, das im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und von den Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen sowie vom Land Niedersachsen finanziert wird.