70-jährige Frau besonders glücklich über erste Impfung

Großes Dankeschön ans Impfzentrum

Über diesen Besuch freute sich das gesamte Team des Impfzentrums der Stadt Oldenburg: Marlies Hohmann erhielt am 21. Mai 2021 endlich ihre erste Impfung. Die 70-jährige war bereits drei Wochen zuvor an ihrem eigentlichen Termin in der Weser-Ems-Halle erschienen, erlitt jedoch im Eingangsbereich einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die im Impfzentrum tätigen Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr und des Roten Kreuzes begannen sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen, die auch mit Hilfe eines Defibrillators zum Erfolg führten. „Auch wenn ich mir das Ganze wirklich gerne erspart hätte – es gab wohl keinen besseren Ort für einen solchen Notfall, als das Impfzentrum“, so Hohmann, die sich bei ihren Lebensrettern herzlich bedankte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang, mit dem sie seit über 40 Jahren verheiratet ist, wurde sie von Projektleiter Andreas Schiefbahn und den Helferinnen und Helfern des Impfzentrums empfangen.

Jetzt zwei Geburtstage

Im Klinikum Oldenburg wurde Marlies Hoffmann insgesamt drei Mal operiert, ansprechbar war sie aber bereits am Abend des Vorfalls: „Als ich aufgewacht bin, dachte ich zunächst, ich sei noch im Impfzentrum“, erzählt die Oldenburgerin, „erst dann haben mir Ärzte und Pflegerinnen erzählt, was vorgefallen ist.“ Im April könne sie zukünftig gleich zwei Mal feiern: „Meinen eigentlichen Geburtstag und dazu den 22. April als meinen zweiten Geburtstag!“

Zu der besonderen Impfung in der Weser-Ems-Halle kam auch Marion Kahle, Impfärztin in Oldenburg: „Ich hatte heute keinen Dienst, wollte es mir aber nicht nehmen lassen, Frau Hohmann noch einmal in diesem erfreulichen Zustand zu sehen und zu begrüßen.“ Sie war eine der ersten Helferinnen am Notfallort und verbrachte die 15-minütige Wartezeit nach der Impfung mit dem Ehepaar Hohmann bei einem Tee. „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war dieser medizinische Notfall auch ein einschneidendes Ereignis“, berichtet Sönke Wendt von der Organisatorischen Leitung des Impfzentrums, „umso glücklicher ist heute unser gesamtes Team, dass alles so gut ausgegangen ist und Frau Hohmann ‚Glück im Unglück‘ hatte!“

Auch wenn körperliche Anstrengungen derzeit noch etwas mehr Mühe kosten als zuvor, blicken die Hohmanns schon freudig in eine gemeinsame, sportliche Zukunft: Mit den neu angeschafften E-Bikes soll Marlies Hohmanns Kreislauf wieder schnell in Schwung kommen.

Impfangebot für Wohnungslose sehr gut angenommen

78 Frauen und Männer nutzen Termin im Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße

Am Dienstag, 18. Mai 2021, bildete sich eine kleine Schlange vor dem Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße. Geduldig warteten die Besucherinnen und Besucher des Tagesaufenthaltes, bis sie an der Reihe waren, um sich impfen zu lassen. „Toll, dass es dieses Angebot gibt. Ich habe kein Internet, und sonst wäre es schwer für mich geworden, einen Termin auszumachen. Deshalb finde ich es gut, dass ich mich heute direkt hier im Tagesaufenthalt impfen lassen kann“, erzählte ein junger Mann, während er gemeinsam mit Reinhild Hagedorn den Fragebogen vor der Impfung ausfüllt. „Das Impfangebot wird sehr gut angenommen“, freute sich Hagedorn, die Leiterin des Tagesaufenthaltes. In den ersten zwei Stunden konnten 30 Personen geimpft werden. Insgesamt nutzten 78 Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, das Angebot.

Infos und Gespräche im Vorfeld

Im Vorfeld des Impftermins, den die Stadt Oldenburg und das Diakonische Werk gemeinsam organisiert hatten, hatten die Mitarbeitenden aus allen niedrigschwelligen Beratungsangeboten in der Stadt Oldenburg, wie zum Beispiel Streetwork, Bahnhofsmission und Tagesaufenthalte, die Zielgruppe auf den Impftermin aufmerksam gemacht und mit diesen auch über Ängste gesprochen. Ein Flyer in einfacher Sprache erläuterte die wichtigsten Fragen zum Thema Impfung. Wohnungslose gehören bei der Impfpriorisierung in Gruppe 2.

„Der Impftermin im Tagesaufenthalt ist eine gute Möglichkeit, viele Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, zu erreichen und zu impfen“, betonte Sebastian Rann, Leiter für den Bereich Wohnungslosenhilfe bei der Diakonie im Oldenburger Land. Das Angebot in den Räumen des Tagesaufenthaltes in der Ehnernstraße sei für viele attraktiver als ein Termin im Impfzentrum. Wer keine Gelegenheit hatte, den Impftermin in der Ehnernstraße wahrzunehmen, bekommt in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe individuelle Unterstützung bei der Anmeldung zu einem Impftermin. Meike Dikosso, Leiterin des Fachdienstes Pflege, Wohnen und Soziale Beratung der Stadt Oldenburg, zeigt sich erleichtert: „Für die wohnungslosen Menschen ist es besonders schwierig und riskant in Zeiten der Pandemie. Deshalb ist es sehr wichtig, diese nun bald geschützt zu wissen.“

Termin für Zweitimpfung steht bereits fest

Die 78 Geimpften freuen sich, durch die Impfung etwas geschützter zu sein. Ihr Termin für die Zweitimpfung steht bereits fest. Dann wird das Impfteam des Impfzentrums erneut in die Ehnernstraße kommen. „Alle sind sehr dankbar, und die Stimmung während der Impfungen ist sehr gut“, berichtete Sascha Stelmaszyk vom Impfzentrum. Unterstützt wurde das Impfteam durch die Mitarbeitenden aus dem Tagesaufenthalt der Diakonie und Mitarbeitende der Stadt.

Landesweite Telefonnummer zu Impfungen

Landesregierung: Hotline für Fragen zur Covid-19-Impfung

Seit Donnerstag, 17. Dezember 2020, haben die Bürgerinnen und Bürger im Land Niedersachsen die Möglichkeit, ihre Fragen rund um die Covid-19-Impfung mit einem Anruf bei einer neu eingerichteten Hotline unter der Rufnummer 0800 9988665 zu klären.

Die Hotline ist von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Impftermine können auch online über das Impfportal Niedersachsen » vereinbart werden.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu den Impfungen also bitte nicht an das ServiceCenter der Stadt, sondern an die Hotline des Landes.