Informationen für pflegende Angehörige

Die Corona-Pandemie bedroht vor allem die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen. Sie möglichst gut zu schützen und unser Gesundheitssystem stabil zu halten, fordert derzeit unsere ganze Gesellschaft stark heraus. Zu den Menschen, die das besonders betrifft, gehören auch die pflegenden Angehörigen. Ohne ihren Einsatz wäre die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen, die zuhause leben, nicht zu bewältigen. Die Rolle pflegender Angehöriger für den einzelnen Menschen mit Pflegebedarf sowie für das Gesundheitssystem ist heute wichtiger denn je.

Informationen und Unterstützung:

Wenn Sie das Bedürfnis nach einem Austausch oder einem Entlastungsgespräch haben, empfehlen wir Ihnen sich an die Ihnen schon bekannten Stellen (Gesprächskreise Ihrer Kirchengemeinde, an die BeKoS » bezüglich „Virtuellen Gruppentreffen“ oder ähnliche) zu wenden. Der Pflegestützpunkt der Stadt Oldenburg » ist Ihnen ansonsten bei der Suche nach einer geeigneten Kontaktperson behilflich.

Impfungen für Kontaktpersonen

Für den Bereich der ambulanten Pflege können bis zu zwei Kontaktpersonen von ambulant gepflegten Personen gemeldet und prioritär geimpft werden (Prio-Gruppe 2). Hierfür muss die Bescheinigung für die Kontaktpersonen vorliegen.

Es ist wie folgt vorzugehen: Die entsprechende pflegebedürftige Person nach § 3 Absatz 1 Nummer 3 a und b der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) hat die anhängende Bescheinigung für Kontaktpersonen » (PDF, 300 KB) selbst auszufüllen. Darin versichert sie, dass sie nur zwei Personen benannt hat und zum Kreis der Berechtigten gehört. Das Formular wird auch über das niedersächsische Impfportal bereitgestellt. Die Kontaktpersonen können anschließend telefonisch bei der Impfhotline des Landes 0800 99 88 665 oder über das Niedersächsische Impfportal » einen Termin vereinbaren – mit der Indikation „Kontaktperson“. Die Bescheinigung ist zum Impftermin mitzubringen.

Online-Beratungsangebote

Zudem gibt es Online-Beratungsangebote, die pflegende Angehörige oder Kinder von pflegebedürftigen Familienangehörigen unterstützen und miteinander vernetzen.

  • Der Verein „wir-pflegen“ e. V. bietet die App „in-Kontakt“ an. Damit können sich pflegende Angehörige bundesweit austauschen und sich gerade jetzt, in dieser Krisenzeit, miteinander vernetzen (www.in-kontakt.online »).
  • Die Internetseite „pflegen-und-leben“ » ermöglicht eine Psychologische Online-Beratung für pflegende Angehörige.
  • Auf der Internetseite von Nummer gegen Kummer » finden Kinder- und Jugendliche, die sich um pflegebedürftige Familienangehörige kümmern, Unterstützung und Hilfe.

Corona-bedingte Fragen

Haben Sie darüber hinaus Corona-bedingte Fragen zu Ihren pflegebedürftigen Angehörigen bezüglich

  • Alten-und Pflegeheimen, dann wenden Sie sich bitte an 0441 235-4550 oder an die Heimaufsicht unter 0441 235-2067.
  • der ambulanten Versorgung (ambulanter Pflegedienst), dann wenden Sie sich bitte direkt an Ihren ambulanten Pflegedienst.
  • einer Pflege-Wohn-Gemeinschaft, dann wenden Sie sich bitte direkt an den betreuenden ambulanten Pflegedienst der Wohngemeinschaft.
  • einer Tagespflege, dann wenden Sie sich bitte an die Heimaufsicht unter 0441 235-2067.
  • Hilfsmittel in der häuslichen Pflege, dann wenden Sie sich bitte an den Pflegestützpunkt unter 0441 235-3780.

Weitere Hilfsangebote

Benötigen Sie anlässlich der Corona-Krise weitere Hilfsangebote, zum Beispiel eine Einkaufshilfe? Hier finden Sie weitere Hilfsangebote für Bürgerinnen und Bürger »

Allgemeine Fragen und Beratungen