Ausbruch im Nachbarkreis

Geflügelpest: Gemeinsames Beobachtungsgebiet von Stadt und Landkreis Oldenburg

Weil im Landkreis Oldenburg am 5. Januar 2021 in einem Putenmastbestand der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, musste neben dem Sperrbezirk im Landkreis Oldenburg auch ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden, das sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben (10-Kilometer-Radius um den Ausbruchsbestand) bis auf das Gebiet der Stadt Oldenburg ausdehnt.

Die tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung 01/2021 OL » zur Bildung eines Anschluss-Beobachtungsgebietes in der Stadt Oldenburg tritt ab Donnerstag, 7. Januar 2021, in Kraft. Hiervon unberührt ist die weiterhin gültige Allgemeinverfügung zur Aufstallungspflicht » für sämtliches Geflügel in der Stadt Oldenburg vom 14. November 2020, die als Vorsorgemaßnahme zur Vermeidung der Einschleppung von Geflügelpest über infizierte Wildvögel in Hausgeflügelbestände (also auch in Hobbyhaltungen) dient.

Seit 14. November 2020 Stallpflicht für Freilandgeflügel

Wegen des vermehrten Auftretens des hochansteckenden Geflügelpest-Virus bei Wildvögeln hat die Stadt Oldenburg eine Allgemeinverfügung zur verpflichtenden Aufstallung von Geflügel im Stadtgebiet » erlassen. Sie gilt seit Samstag, 14. November 2020, und dient dazu, die Einschleppung der Geflügelpest über infizierte Wildvögel in hiesige Hausgeflügelbestände mit Freilandhaltung möglichst zu vermeiden. Gleichlautende Anordnungen wurden auch in den Nachbarkommunen getroffen.

Einschleppung soll verhindert werden

Die Entscheidung fiel aufgrund einer Risikobeurteilung des hiesigen Veterinäramtes zur Abschätzung der Gefahr einer Einschleppung der Geflügelpest über infizierte Wildvögel und/oder deren Kot. Es besteht insbesondere in der Nähe von Wasservogel-Rast- und Sammelplätzen ein hohes Risiko des Eintrags einer H5N8-Infektion in Geflügelhaltungen, durch direkte oder indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel.

In der Stadt Oldenburg gibt es derzeit 350 gemeldete Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter mit circa 3.500 Stück Geflügel.

Es bestehen zurzeit keine Hinweise, dass der Subtyp H5N8 des Geflügelpest-Virus auf den Menschen übertragen wird. Weitere Informationen finden Sie im Factsheet „Aviäre Influenza" » (PDF, 374 KB)

Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Thema „Aufstallungsanordnung von Geflügel“ » (PDF, 116 KB, barrierefrei)