Einbürgerungsfeier

Oberbürgermeister begrüßt neue Staatsangehörige

Jetzt sind sie endgültig in ihrer zweiten Heimat angekommen: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beglückwünschte am Dienstagabend, 11. Februar 2020, in einer Feierstunde neu eingebürgerte Oldenburgerinnen und Oldenburger zu ihrem Entschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen: „Das ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Eine Heimat zu finden, ist eine Herzenssache, aber auch eine bewusste Entscheidung.“ 303 Neu-Deutsche haben im vergangenen Jahr in Oldenburg die amtliche Urkunde erhalten und sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik bekannt. Viele von ihnen feierten ihre Einbürgerung nun auf Einladung der Stadt gemeinsam mit Familien, Freundinnen und Freunden sowie Ratsmitgliedern im Kulturzentrum PFL.

Persönliche Lebensgeschichten zur Einbürgerung
Was der deutsche Pass für sie bedeutet und was sie bewogen hat, die Einbürgerung zu beantragen, darüber berichteten stellvertretend vier der neu eingebürgerten Oldenburgerinnen und Oldenburger: Justyna Steinhagen (35), Héctor Rodríguez (31), Gillian Herold (54) und Robin Stuart Wilson (37). Justyna Steinhagen ist als Personaldisponentin beschäftigt – sie behält zusätzlich ihren polnischen Pass. Héctor Rodríguez stammt gebürtig aus Venezuela und arbeitet als Projektingenieur. Pflegefachkraft Gillian Herold und Fachinformatiker Robin Stuart Wilson erhalten neben ihrer angestammten britischen nun auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Wilson bekam die Einbürgerungsurkunde am selben Tag ausgehändigt wie sein Bruder Dunlin Graham.

Viele Briten nun mit deutschem Pass
Unter den in Oldenburg Neueingebürgerten stellten Britinnen und Briten im vergangenen Jahr mit 28 Menschen erstmals die zweitgrößte Gruppe nach Nationalitäten. Dass die Zahl der Einbürgerungen aus dem Vereinigten Königreich gestiegen ist, dürfte mit dem Brexit zusammenhängen. Die größte Gruppe bildeten wie im Vorjahr Zugewanderte aus dem Irak mit 84 Einbürgerungen. 23 Neueingebürgerte hatten türkische Wurzeln. Mit insgesamt 303 neuen deutschen Staatsangehörigen im Jahr 2019 ist die Zahl der Einbürgerungen in Oldenburg im vergangenen Jahr leicht gesunken – um sieben gegenüber 2018. Die Zahl der Einbürgerungsanträge hat sich 2019 gegenüber dem Jahr 2018 um 19 Anträge auf 364 vermindert.

Weltoffene Stadt freut sich über neue Gesichter
Die Stadt Oldenburg ist seit dem Jahr 2000 für die Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Antragsannahme bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde allein zuständig. Seitdem haben insgesamt 5.535 Menschen in Oldenburg die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Aktuell leben in Oldenburg rund 17.800 Ausländerinnen und Ausländer aus 153 Nationen. „Wir freuen uns als weltoffene Stadt über neue Gesichter und Kulturen und über Menschen, die aktiv mitgestalten wollen“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er lud die Neubürgerinnen und Neubürger dazu ein, sich zu beteiligen: „Helfen Sie mit, unsere Gesellschaft weiterzuentwickeln.“  

Musikalisches Rahmenprogramm und Mitmach-Aktionen
Die Einbürgerungsfeier wurde von Niran Acar, Schülerin der Musikschule Oldenburg, mit einem Stück aus der Klaviersonate in e-Moll von Haydn sowie von Michal Hoffmeyer (Bariton) und Theo Vahl (Klavier), ebenfalls Schüler der städtischen Musikschule, mit einer Arie aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ musikalisch umrahmt. Mit Unterstützung des Ganztagschores der Grundschule Babenend klang der offizielle Teil mit dem Singen der Nationalhymne aus. Für Kurzweil bei den jungen Gästen sorgte die Freizeitstätte Ofenerdiek, die Mitmach-Aktionen im Foyer anbot.

Bilder der Einbürgerungsfeier 2020